Verankerung von Widerlagern

 - Adolf Opderbecke

Eisenschienen zur Abfangung des Bogenschubs

Verankerung von Widerlagern
Fig. 247 + 248 // Eisenschienen zur Abfindung des Bogenschubs [Anm. d. Red.]

Müssen aus besonderen Gründen die Widerlager so schwach ausgeführt werden, dass sie dem Seitenschub des Bogens nicht widerstehen können, so sind Anker anzubringen, welche möglichst in der Höhe der Kämpfer liegen müssen, wenn sie ihren Zweck, den Seitenschub des Bogens aufzunehmen, ganz erfüllen sollen. Da man eine freie sichtbare Lage der Anker im allgemeinen als störend empfindet, so kann eine der obigen Anforderung entsprechende Verankerung nur bei dem scheitrechten Bogen auf dessen Unterseite ausgeführt werden. Man verwendet hierzu zweckmässig Winkeleisen, dessen einer Schenkel auf die Länge der Bogenleibung weggehauen ist, während in den seitlichen Aufbiegungen der ursprüngliche Querschnitt verbleibt (Fig. 247).
Bei Flachbögen, welche geputzt werden, wendet man zwei Anker aus Rundeisen an,· die auf beiden Mauerseiten mit ihrer Stärke in den Bogen eingelassen und hinter den Widerlagern mit quer durch die Mauer reichenden Ankerplatten verschraubt werden (Fig. 248).

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