Kulturzentrum in Rastatt

Nach der Zerstörung im Jahre 1689 wird der Stadtgrundriss von Rastatt auf Veranlassung des Markgrafen Ludwig-Wilhelm von Baden nach den Planungsprinzipien des Barock entwickelt. Ein monumentales Schloss wird in den Stadtmittelpunkt gerückt; die Stadt bleibt diesem untergeordnet. Anders als beim Vorbild Versailles trägt jedoch eine Achse zwischen Kirche und Rathaus dem Selbstbewusstsein der Bürger Rechnung. Das Baugrundstück, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss gelegen, wird einerseits durch drei ehemalige »Bedienstetenhäuser« aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert geprägt, deren straßenseitige Fassaden und Gewölbekeller erhalten und in den Neubau einbezogen werden sollten, andererseits durch den geschosshohen Geländeversprung zur Bernharduskirche.

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