Wie bei vielen japanischen Stadthäusern befinden sich auf der Straßenebene Laden- und Lagerflächen, während die Obergeschosse dem Wohnen vorbehalten sind. Baulich kommt diese horizontale Teilung durch den Wechsel der Betonkonstruktion des Sockels zu einer Stahlskelettkonstruktion mit großflächigen Glasfassaden zum Ausdruck. Filigrane Stahllamellen dienen als Sonnenschutz. Dementsprechend wechselt auch die Treppe von Betonstufen zu einer abgehängten Stahlkonstruktion. Wie ein Möbelstück ist sie in das teilweise verglaste Treppenhaus gestellt und bildet mit ihrem Teakholzbelag einen der wenigen Farbakzente in den in Grau und Weiß gehaltenen Innenräumen. Die Zimmer des zweigeschossigen Wohnbereichs sind U-förmig um eine glasgedeckte Halle gruppiert. Mit großflächigen transluzenten Schiebetüren lassen sie sich räumlich und funktional an diese Aufenthaltszone zwischen innen und aussen koppeln. Der Aufzug steht als verglaster Turm frei in der Halle und führt direkt vom Eingangsgeschoss zu beiden Wohnebenen. Das dritte Erschließungselement, eine filigrane Spindeltreppe, dient als zusätzliche Verbindung zur Galerie. In Material und Farbe ist sie an die grauen Stahlstützen und Fassadenpfosten angeglichen und wirkt mit ihren dünnen Blechen und Streben beinahe entmaterialisiert. Auf Setzstufen wurde verzichtet, um die Durchsicht zu erleichtern und die einzelnen Trittbleche auch im Schattenbild sichtbar zu machen.
