Bericht: Orange Farm – Studenten bauen Kindergärten in Johannesburg

Wenn Architekturstudenten die Gelegenheit erhalten, ihre Konzepte im Rahmen einer Lehrveranstaltung zu realisieren, geht es häufig um einfache Gartenhäuser, Kioske oder Notunterkünfte. Die eigenhändige Errichtung solcher Kleinstbauten animiert dabei bereits im frühen Entwurfsstadium zur Berücksichtigung der technischen und finanziellen Umsetzbarkeit und wirkt damit jenem »Praxis-Schock« entgegen, der die Studenten oft befällt, wenn sie ihre Ideen nach dem Studium erstmals an der Realität messen. Besonders bemerkenswert in diesem Zusammenhang sind die immer zahlreicher werdenden Selbstbau-Projekte in Ländern der so genannten »Dritten Welt«. Damit werden aus abstrakten Entwurfsaufgaben reale architektonische Sozialinterventionen: Bildungseinrichtungen, Tagesheime oder Kindergärten. Gerade an einer solchen sozialen Infrastruktur mangelt es in der südafrikanischen Township »Orange Farm«, einer Blechhütten-Siedlung am südlichen Rand von Johannesburg, in der je nach Schätzung bis zu einer Million ausschließlich schwarze Bewohner leben.

Bericht: Orange Farm – Studenten bauen Kindergärten in Johannesburg

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