Ein Grundstück direkt am Lake Huron zu besitzen, hört sich beneidenswert an. Das Gebiet am See an der Grenze zwischen den USA und Kanada besticht durch landschaftliche Schönheit. Hier ein Gebäude zu errichten, ist jedoch eine Herausforderung. Zum einen variiert der Wasserstand je nach Wetter und Jahreszeit, zum anderen ist die Anlieferung in der einsamen Gegend schwierig und dadurch kostspielig. Die Architekten machten aus der Not eine Tugend: Sie bauten ein schwimmendes Haus, das sich mit dem Wasser bewegt: So entsteht eine reizvolle Situation und die Bewohner können zudem mit ihrem Boot direkt ins Gebäude fahren. Es steht auf einer schwimmenden stählernen Plattform mit integrierten Pontons. Die Architekten nutzten den Wasserweg zum Transport der vorgefertigten Plattform und hielten auf diese Weise die Lieferkosten gering. Die Materialien wurden ans Ufer transportiert und dort montiert. Mit dem schwimmenden Untersatz wurden die vorgefertigten hölzernen Bauteile »abgeholt« und, während der See zugefroren war, zusammengesetzt. Im Frühjahr wurde das Haus nach rund 10 km Wegstrecke an Ort und Stelle gezogen und die Ausbauarbeiten abgeschlossen. Die Zedernholzfassade tritt sowohl als gedämmte Außenwand als auch als Lichtfilter oder aufgelöste Wetterhülle in Erscheinung und wiederholt sich im dazu gehörigen benachbarten Gästehaus.
