Wohn- und Geschäftshaus in Baden

An einer stark befahrenen Kreuzung zwischen Altstadt und Stadterweiterung gelegen, erhebt sich das prägnante kristalline Gebäude. Mit scharfen Kanten und einer umlaufenden gläsernen Fassade reagiert es auf seine heterogene Umgebung. Einschnitte und Rücksprünge betonen den körperhaften Eindruck. Im Bereich des größten Rücksprungs befindet sich unter den auskragenden Obergeschossen der Eingang, der zum überdachten Innenhof und den Geschäften führt. Über den Läden belegen ein Bezirksgericht und Büros drei weitere Geschosse. In den beiden obersten Etagen reihen sich 14 Maisonette-Wohnungen um eine innenliegende Dachterrasse. Eine Konstruktion aus 30 bis 40 cm dicken, vorgespannten Stahlbetonplatten bildet die Tragstruktur des Gebäudes. Großformatige, mehrere Etagen übergreifende Betonscheiben tragen die Vertikallasten ab und ermöglichen die Auskragung der Geschosse. Eine zweischalige gläserne Hülle umspannt den skulpturalen Baukörper. Die Stirnseiten der Decken treten von außen als vorgehängte Sichtbetonfertigteile in Erscheinung, die sich über eine Schattenfuge von den Glasfassaden absetzen. Im Fassadenzwischenraum der beiden Scheiben bilden leicht gewellte polychrome Textilvorhänge den Sonnenschutz. Sie verleihen der Hülle einen ambivalenten Charakter und verweisen gleichzeitig auf die Farben der Stadt.

Wohn- und Geschäftshaus in Baden

Einen Artikel lesen