Temporäre Stadtteilverwaltung in London

Hinter dem leichten Membrangebäude, das auf den ersten Blick eher wie ein Wintergarten wirkt, verbirgt sich die Stadtteilverwaltung von Southwark, einem Stadtbezirk Londons. Für drei bis fünf Jahre soll es sowohl den Kundenservice als auch die lokale Verwaltung beherbergen, die dann in ein neues Bürogebäude umziehen. Mit dem relativ niedrigen Budget von ca. 2,3 Mio Euro sollte das Gebäude dennoch keinen provisorischen Charakter erhalten, jedoch komplett demontierbar sein. Es bot sich daher eine leichte vorgefertigte Stahlkonstruktion mit einer Haut aus verschiedenen Membranen an. Sieben dreidimensionale Fachwerkträger überspannen ein 22,5 m breites stützenfreies Großraumbüro, darüber lassen Oberlichter aus dreilagigen ETFE-Kissen Tageslicht in den Raum dringen. Die Träger sind innen mit Membranen überzogen, sodass sie einen skulpturalen Charakter erhalten. Zwischen diesen Lichtbändern spannen weitere drei Lagen aus Polyestergewebe, Dämmung und Glasfasergewebe weiße Felder auf. Das Dach geht seitlich in die Fassade über, die Stirnseiten sind dagegen vollverglast und demonstrieren die Offenheit, die für den Kundenservice erwünscht war. Um Kälte- oder Hitzestaus zu vermeiden, sitzen Lüftungslamellen in den verglasten Fassaden; unter dem aufgeständerten Boden wird Frischluft in den Raum geblasen, die nur bei Bedarf vorgekühlt wird.

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